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home» Berichte» 2011» Haiti: Wiederaufbauprojekte schaffen Zukunft – Teil 2

Große Fortschritte bei humedica-Baumaßnahmen

von Sven Ramones, 20.05.2011

Zu den verschiedenen Arbeitszweigen der humanitären Hilfe von humedica zählt auch der Bereich des Wiederaufbaus nach einer Katastrophe. Im Rahmen der breit gefächerten Erdbebenhilfe in Haiti betreibt humedica vier große Bauprojekte in dem Karibikstaat.

Nach den ersten Spatenstichen für den Wiederaufbau. Die Arbeiten, wie hier in Meyer gehen deutlich voran. Foto: humedica

Mit dem Wiederaufbau zerstörter Einrichtungen möchte humedica dazu beitragen, den Menschen im Land einen Stück Normalität in ihrem Alltag zurückzugeben.

Der erste Teil unseres Berichts zu den Wiederaufbauprojekten von humedica in Haiti informierte über die Fortschritte der Baumaßnahmen in den Orten Marbial und Tapio.

Während in Marbial die Arbeiten an einem Schulkomplex voran schreiten, beginnt in Tapio der Bau zweier Waisenhäuser mit einer angeschlossenen Kantine.

Erfahren Sie im zweiten Teil mehr zu den Fortschritten der beiden Bauprojekte in Meyer und Port-au-Prince. Unsere Koordinatorin in Haiti, Caroline Klein, und ihr Kollege, Baukoordinator André Lannoo, berichteten uns von den neuesten Entwicklungen auf den Baustätten einer Schule und der Prothesen- und Orthesenwerkstatt auf dem Gelände des „Krankenhauses der Hoffnung“.

Meyer bekommt eine neue Schule

Seit dreißig Jahren arbeitet die ausgewanderte Deutsche Schwester Anneliese Gutmann in Meyer daran, Kindern und Jugendlichen aus armen Familien eine Schulbildung zu ermöglichen.

Unglücklicherweise wurde ihr Lebenswerk durch das Erdbeben um Jahrzehnte zurückgeworfen. Die stark beschädigten Gebäude der Schule von Meyer mussten aus Sicherheitsgründen teilweise abgerissen werden.

Notdürftig eingerichtet unter Plastikplanen wird der Schulunterricht fortgesetzt. Der Wiederaufbau der Schule von Meyer wird die Situation für die Schulkinder wesentlich verbessern. Foto: humedica

Auch in Meyer wird der Unterricht im Freien fortgesetzt. Plastikplanen, dienen dort als einziges Obdach für die Schüler und Schülerinnen. Die provisorischen Überdachungen bieten den Kindern allerdings kaum Schutz vor Regen oder der Hitze.

Dank der Unterstützung der Stiftung Profifussballer helfen Kindern – stars4kids kann nun dafür gesorgt werden, dass die Schulgebäude wieder aufgebaut werden und den Kindern eine sichere Lernumgebung bereitgestellt wird. Darüber hinaus schafft das Bauprojekt Arbeitsplätze für viele Menschen in Meyer und der Umgebung.

Nachdem zwischenzeitlich sämtliche Verträge zwischen humedica, der Partnerorganisation und der Baufirma unterzeichnet werden konnten, ist die Arbeit auf der Baustelle in vollem Gange.

Unter Aufwand aller Kräfte werden die Fundamente für die geplanten Gebäude vorbereitet. Stahlbauteile werden geformt und Löcher ausgehoben.

Als besonders hilfreich und kostensparend erweist sich dabei ein großer Stromgenerator, der dem Projekt vom Technischen Hilfswerk (THW) gespendet wurde.

Prothesen- und Orthesenwerkstatt in Port-au-Prince

Auch die Arbeiten an der Prothesen- und Orthesenwerkstatt von humedica in Port-au-Prince schreiten sichtlich voran. Um die Einrichtung für Patienten in Rollstühlen oder mit Gehhilfen leichter zugänglich zu machen, wurde eine Rampe im Eingangsbereich gebaut.

In verschiedenen Teilen des Gebäudes konnten bereits Wasserleitungen und Stromzugänge neu verlegt, sowie sanitäre Anlagen eingerichtet werden. Im Empfangsbereich wurde zusätzlich die Stockwerkshöhe angehoben.

Hier entstehen Waschraum und Empfangsbereich des Prothesen- und Orthesenzentrums. Foto: humedica

Die Duschen in den Badezimmern werden ausgebaut und vergrößert, um Patienten in Rollstühlen und mit Gehhilfen mehr Platz zu geben, sich nach den für die Prothesenanpassung notwendigen Gipsabdrücken zu waschen.

Andere Zimmer, wie der zukünftige Physiotherapieraum, der Werkbankraum oder der Geräteraum, warten nur noch auf den Anstrich der Wände und das Aufhängen der Lampen zur Beleuchtung.

Mithilfe der Werkstatt, die an das „Krankenhaus der Hoffnung“ angeschlossen sein wird, soll langfristig die Herstellung von und die Versorgung mit Prothesen und Orthesen sichergestellt werden.

Viele Menschen, die in Haiti bei dem verheerenden Beben schwere Frakturen erlitten oder durch Amputationen Gliedmaßen verloren hatten, werden weiterhin auf die prothetischen und orthetischen Hilfsmittel und fachkundige Betreuung angewiesen sein.

Mit einem Trainingsprogramm werden darüber hinaus einheimische Kräfte zu qualifizierten Prothesen- und Orthesentechnikern ausgebildet. Damit wird auf lange Sicht der kontinuierliche Betrieb der Einrichtung gewährleistet.

Liebe Freunde und Förderer. Die Wiederaufbaumaßnahmen von humedica in Haiti helfen dazu beizutragen, dem Leben der notleidenen Menschen in den zerstörten Regionen des Landes ein Stück Normalität zurückzugeben. Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen dieses Ziel langfristig zu erreichen.

Dies können Sie mit einer gezielten Spende auf untenstehendes Konto tun.

       humedica e. V.
       Stichwort "Erdbeben Haiti"
       Konto 47 47
       BLZ 734 500 00
       Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und einfach ist auch die Möglichkeit der Unterstützung durch das Senden einer sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe. Gerne können Sie uns auch über unser Online-Formular mit einer Spende unterstützen. Vielen Dank!